3. Ranglistenturnier der Saison 2021/22 in Uetersen – Technologischer Aufbruch in die Zukunft

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Auch an diesem letzten Wochenende des Novembers 2021 sollte es wieder hoch her gehen beim Kampf um die begehrten Ranglistenpunkte für die Qualifikation zu den German Masters. Die Schleswig-Holsteinische Dart Community traf sich dieses mal bei den Freunden in Uetersen. Im Vorfeld des Turniers war zunächst lange Zeit unklar gewesen, wo dieses Turnier ausgetragen werden soll, da viele Vereine zur Zeit Probleme haben ihre Hallen für die Turniere zu bekommen. Letztendlich waren unsere guten Freunde aus Uetersen in die Bresche gesprungen und luden in die Mc-Dart-Arena nach Uetersen ein. Ihre Bedenken im Vorfeld des Turniers, dass ihre 16 Boards evtl. nicht ausreichen könnten, sollten sich am Wochenende aufgrund der etwas zögerlicheren Anmeldungen bedingt durch die allgemeine Lage nicht bewahrheiten. Ich bin mir allerdings auch ziemlich sicher, dass ihr es auch super gewuppt bekommen hättet selbst wenn es dreimal soviele Teilnehmer geworden wären. Dazu muss man wissen, dass insbesondere am Sonntag zumeist eher um die 24 Boards benötigt werden, da hier drei Disziplinen zeitgleich gestartet werden sollen und daher die berechtigte Angst besteht, dass es dann zeitlich komplex werden könnte. Aber mal ehrlich manchmal – wenn nicht gerade die Pandemie rumläuft – kann kuschelig auch mal schön sein, anstatt sich in einer großen Halle zu verlaufen. 😊

So fand auch eine vorbildliche 2G-Kontrolle durch Sandra und ihr Team bei jedem Besucher statt. Impf-Zertifikat und Lichtbildausweis nur so war das grüne Bändchen zu bekommen und so hat das aktuell seine Richtigkeit. Das hoffen aller auf bessere Zeiten und das diese Notwenigkeit bald nicht mehr nötig sein wird war dabei jedem anzusehen aber das können wir nur alle gemeinsam vollbringen.

Auch in Sachen Technik zeigte uns die Crew in Uetersen, dass aktuell bestmögliche System, um so ein Turnier reibungslos über die Bühne zu bringen. Zum Einsatz kam das 2K Turniersystem mit Tablets an jedem Board, dass die Spiele live ins Internet streamte und die Ergebnisse automatisch an die Turnierleitung weiterreichte. So macht Darten Spaß! Keine Zettelwirtschaft, keine Marker, die keine Tinte mehr haben und erst Recht keine Kreide. Lückenlose Statistiken für die, die es Interessiert und gerade unaufdringlich genug für die, die das nicht so gerne mögen. Auf diese Weise kam es nur selten vor. dass Spieler nicht rechtzeitig an ihrem Board waren und beide Turniertage liefen ziemlich reibunglos über die Bühne. Anzumerken dabei ist, dass die Turnierleitung dieses mal von Stefan Plewa übernommen wurde, da Andy leider verhindert war. Größten Respekt von meiner Seite für deinen Einsatz und den damit verbundenen Verzicht selbst in das Turniergeschehen eingreifen zu können. Ich weiss wie schwer einem das fallen kann und ich hoffe der SHDV wird diesen Einsatz berücksichtigen, wenn es um mögliche Wild-Cards für die German Masters gehen sollte. Nichts desto trotz brachte eine andere Turnierleitung aber auch die üblichen kleineren Problemchen mit sich. die sich nur selten vermeiden lassen. So unterschied sich der Turnierablauf dieses Wochenende leicht von den Abläufen der vorangegangenen Spieltage. So wurden zum einen in den nötigen 3er Gruppen am Samstag Hin- und Rückspiele im Best of 3 Modus gespielt anstatt wie in Flensburg nur eine Hinrunde im Best of 5 Modus.  Ebenfalls wurde auch die gesamte Trostrunde (am Samstag) im selben Modus gespielt wie das Hauptfeld, also ansteigend mit Bo5 über Bo7 und Bo9 bis schließlich Bo11. Beide Unterschiede – wenn auch besonders im ersteren Fall, da es Einfluss auf die Ranglistenpunkte haben kann – allerdings reibungslos und ohne Probleme aufgrund der geringeren Teilnehmerzahlen beim Turnier und für die betroffenen Spieler daher sogar vorteilhaft, da mehr gespielt werden konnte.

Und gespielt wurde dieses Wochenende! Am Samstag fanden sich so 59 Spieler beim offenen Turnier ein. Dabei unter anderem unsere aktuell für andere Bundesländer startenden Freunde Stefan Hesse und Stephan Cobau sowie unser dänischer Spielgefährte Jimmi Nielsen. Gespielt wurde in elf 4er Gruppen und fünf 3er Gruppen, bevor es auf dem KO-Plan bzw. in der KO-Trostrunde weiterging.

So sollten schließlich die Halbfinal-Paarungen Pierre Pöggel (3:2 Andreas Jahn, 3:0  Marc Burmeister, 4:1 Tony Hübner) gegen Jimmi Nielsen (3:1 Marvin Wanker, 3:1 Marco Huss, 4:1 Stephan Cobau) sowie Tim-Oliver Jahr (3:0 Marvin Muss, 3:0 Pascal Eßmann, 4:0 Thilo Wresch) gegen Stefan Hesse (3:0 Dietmar Noak, 3:0 Gerrit Schanze, 4:1 Nicardo Pieper) zustande kommen. Hier konnten sich Jimmi (5:2) und OJ (5:3) fürs Finale durchsetzen. Im Finale holte OJ sein A-Game raus und gewann in einem spannenden Kampf mit 6 zu 3 gegen Jimmi. Gratulation OJ!

Während dessen sollte das Finale der Trostrunde noch ein paar Minuten länger laufen. Hier lieferten sich Jan-Philipp Hotz und Frank Gosch (ich schreibe hier und im weiteren Verlauf heute mal in dritter Person von mir 😊 ) einen Kampf über die volle Distanz bei dem sich am Ende der Publikumsliebling, den ich selbst auch mit angefeuert hätte, durchsetzen konnte. So gewann Hotzi mit 6 zu 5. Nicht unerwähnt bleiben sollten dabei die beiden Halbfinal-Paarungen, die ebenfalls hochumkämpft waren. Dabei konnte sich Hotzi gerade so mit 5 zu 4 gegen Dennis Grabbe-Hauschild durchsetzen, während mir ein 5 zu 3 gegen meinen Teamkollegen und Freund Sven-Ole Jannichsen gelang.

Am Sonntag starteten wie üblich die verschiedenen Disziplinen der Herren, Damen und Jugendlichen. Bei den Damen fanden sich dieses Wochenende leider nur fünf Spielerinnen ein. Neben Angela Schmidtke, Marlene Klupsch, Julia Sönnichsen und Sandra Jahr nahm auch erstmals Melanie Kommerasch teil. Nach einer gemeinsamen Gruppenphase kam es zu den Halbfinal-Paarungen zwischen Angela und Julia sowie Marlene und Melanie. Hier konnten sich Angela und Marlene jeweils mit 4 zu 2 durchsetzen und spielten anschließend den Sieg unter sich aus. Letztlich hatte hier Marlene mit 5 zu 3 die Nase vorne. Gratulation Marlene!

Bei der Jugend fanden sich dieses Wochenende elf Jungs zusammen, die trotzdem lieber Darts werfen statt Fußball spielen wollten. Es wurde in zwei Gruppen gespielt und so kamen am Ende die Halbfinal-Paarungen der KO-Runde mit Nico Bargmann gegen Nicardo Pieper und Marvin Muus gegen Nicolas Blöcker zusammen. Hier konnten sich Nico und Marvin jeweils mit 4 zu 2 durchsetzen. Im Anschluss gewann Marvin das Finale mit 5 zu 1 und holte sich den Ranglistensieg. Gratulation Marvin.

In der Trostrunde spielten im Halbfinale Lasse Lorenzen gegen John Albrecht (3:2) und Joshua Koss gegen Benny Kluth (3:1). Hier sollte am Ende Joshua mit 3 zu 0 im Finale die Nase vorne haben.

Bei den Herren fanden sich am Sonntag immerhin 45 Spieler zusammen. Gespielt wurde daher in fünf 6er Gruppen sowie drei 5er Gruppen.

Somit schafften es dieses mal lediglich 16 Spieler auf den KO-Plan. Hier sollte es zu den Halbfinalpaarungen zwischen Marco Timmermann (3:0 Michael Schmidt, 4:1 Thorsten Pieper) gegen Frank Gosch (3:1 Sebastian Lunau, 4:1 Stefan Kock) und Dirk Rupp (3:2 Timo Weilbye, 4:3 Tim-Oliver Jahr) gegen Marvin Wanker (3:2 Tiziano Schmidt, 4:1 Andreas Jahn) kommen. Hier konnte sich Frank mit 5 zu 0 gegen Marco und Marvin mit 5 zu 1 gegen Dirk durchsetzen. Den Finalsieg im Schönberger Finale konnte sich Frank mit einem 6 zu 0 gegen Marvin sichern.

In der Trostrunde sollte es ebenfalls zu einem Schönberger Halbfinale kommen. Am Ende schaffte es Christian Blank sich den Finaleinzug gegen Michael Klupsch mit 3 zu 2 zu sichern, während sich Thilo Wresch gegen Jan-Hendrik Bruhn mit 3 zu 0 durchsetzen konnte. Im Finale musste sich Christian mit 3 zu 4 gegen Thilo geschlagen geben und Thilo konnte somit die Trostrunde für sich entscheiden.

Als Fazit des Wochenendes kann man nur ziehen, dass es wie immer sehr viel Freude gemacht hat die verrückten Darter in Aktion zu sehen. Die USG war einmal mehr ein toller Gastgeber. Die Angst. das wir uns in diesem Jahr möglicherweise das letzte mal sehen konnten. ging bei allen um aber wer hat schon eine Kristallkugel und so bleibt uns allen nichts anderes als zu hoffen, dass wir uns auch im Dezember nochmals zum Ranglistenturnier einfinden können.

Ich hoffe sehr, dass OJ und ich dann auch im Dezember wieder so lachend beieinanderstehen können. In dem Sinne allen eine schöne Vorweihnachtszeit und hoffentlich bis bald.

Euer Hoschi für den SHDV